Es war eigentlich zu heiß für ein Familienwochenende im Garten.
Nicht so heiß, dass man absagt. Nur so heiß, dass alle Bewegungen kleiner werden. Die Gläser standen schon auf dem Tisch, irgendwo lag Besteck, jemand kümmerte sich noch um den Grill, und wir standen barfuß im Gras, weil Schuhe plötzlich übertrieben wirkten.
Am Rand des Himmels wurde es orange.
Die Gespräche wurden nicht leiser, aber weicher. Ein paar Vögel saßen in den Bäumen und machten diese kleinen Geräusche, die man tagsüber kaum hört, weil immer irgendetwas anderes lauter ist. Einer landete kurz am Vogelbad, badete, flog wieder weg. Die Ringe im Wasser waren noch unterwegs, als ich dachte: jetzt.
Nicht später. Nicht als Programmpunkt. Einfach jetzt.
Wir haben die kleinen Papierboote vorbereitet, die Kerzen angezündet und sie dort aufs Wasser gesetzt, wo wir sie wieder gut herausnehmen konnten. Keine große Zeremonie. Nur ein paar Hände am Rand der Schale und dieser kurze Moment, in dem plötzlich alle hinsahen.
Das Licht war winzig.
Aber auf dem dunkler werdenden Wasser sah es größer aus, als es war.
Danach wurden die Gläser wieder gefüllt. Jemand lachte. Der Abend blieb warm. Die Boote trieben langsam, die Kerzen flackerten, und wir redeten im Licht weiter, bis es richtig Nacht war.